Montag, 29. Oktober 2007

Ahlan wa sahlan fi Qahira!

Willkommen in Kairo! - oder auch in "Misr" wie ein Ägypter sagen würde, der, obwohl dies Ägypten bedeutet, sich damit auf die Hauptstadt bezieht.

Nach einem dreistündigen Flug landete ich also in Kairo. Die Formalitäten zur Erlangung des Touristen-Visas sind gleich ein guter Eindruck von der ägyptischen Bürokratie und auch der Arbeitsmenthalität: warum schnell wenn es auch langsam oder umständlich geht! Von einem mürrischen, zurückzuführen auf die geringe Bezahlung, Beamten bekommt man dennoch ohne Probleme seine für 15 Dollar oder Euro vorher erworbene Briefmarke im Pass abgestempelt, mit dem man sich dann 3 Monate in Ägypten aufhalten darf. Nachdem mich der von der GTZ (die Firma, bei der ich mein Praktikum mache) geschickte Fahrer nach mehrmaligem Verfahren dann doch endlich zu meiner neue Wohnung gebracht und meine schwere Tasche in den 4. Stock geschleppt hatte, war ich also da.
Das gefühlsmäßige ankommen und tatsächliche Einleben dauerte dann aber doch etwas länger als nur 3 Stunden. Nach ca. einer Woche und trotz fehlender Arabischkenntnisse habe ich nun den ersten Kulturschock überwunden und fühle mich hier zumindest wohl. Der Schritt zum tatsächlichen Heimisch fühlen ist wohl noch ein größerer, aber ich bin zuversichtlich, dass ich diesen auch noch machen werde.
Blick in meine Strasse
Für die nächsten 6 Monate wohne ich in Agouza, einem eher traditionellen Wohnviertel in Giza eines der Governorate von der Kairo, das sich westlich des Nils befindet. Meine Wohnung ist nach ägyptischen Verhältnissen der oberen Mittelschicht zuzurechnen, nach unseren Maßstäben würde man sie wohl als etwas schäbig einstufen. Mir fehlen auch definitiv noch ein paar Möbel und Deko-Gegenstände, aber ansonsten fühle ich mich hier sehr wohl. Die Wohnung ist riesig und hat eine wunderbare Terrasse mit Blick ins Grüne. Meine Mitbewohnerinnen Jessie und Tina sind sehr nett und können beide hervorragend
arabisch, was wirklich sehr hilfreich ist.

Mein Zimmer
Haustiere habe ich hier auch: Eidechsen und Ameisen, die vor allem in der Küche zu beobachten sind und irgendwo unter der Mauer eine Kolonie haben müssen, da manchmal ziemlich breite Ameisenstraßen zu beobachten sind. Das Fazit daraus ist: keine Essensreste rumliegen lassen und immer gleich alles abwaschen!





Terrasse

Ich habe nun auch schon meine erste Arbeitswoche hinter mir und bis darauf, dass ich immer noch nicht alles von dem Programm verstanden habe, macht es mir sehr viel Spaß und es ist super interessant.

Es wird also definitiv eine sehr aufregende und spannende Zeit hier in Ägypten. Morgen beginnt endlich mein Arabisch-Kurs, so dass ich bald auch hoffentlich kommunikativ am ägyptischen Leben teilnehmen kann.


Mehr Bilder zur Wohnung

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

freu mich für Dich, wünsch Dir noch weiter ein schönes einleben, gute besserung und grüsse aus rheim

sebastian